Silhouette Cameo 3 vs. Cameo 1

Es ist mal wieder ein neues Gerät bei mir eingezogen.

Mein Silhouette Cameo 3. Nicht mein erster Plotter. Bis jetzt habe ich (seit ungefähr vier Jahren) mit der Cameo 1 gearbeitet. Ich nenne sie jetzt mal Cameo 1, obwohl ich sie Bezeichnung so eigentlich nirgends gesehen habe.
Aber rein optisch hab ich drei verschiedene Modelle gefunden.

Nun, warum hab ich mir die Cameo 3 gekauft und warum gerade jetzt?
Eigentlich war es ein Spontankauf. Ich hatte bei meiner Software von V3 auf V4.1 Beta gewechselt und musst ein bisschen googeln, dabei bin ich immer wieder über die Cameo 3 gestolpert.
Bei meiner alten Cameo wären demnächst ein paar Teile fällig gewesen. Ein neues Messer, eine neue Matte und die Schneideleiste würde es auch nicht mehr so lange machen.
Die Cameo 3 gabs dann noch im Bundle mit dem Textilfarbenkit für 322 Euro, da hab ich dann zugeschlagen. Montag bestellt, Dienstag schon da. Cool.

Auspacken, einstecken, schneiden. Alles prima. Nur blöd, dass alle meine aktuellen Projekte grad ganz ohne Plotter auskommen.... Ich muss wohl was dazwischen schieben.

Ich  werd ein bisschen notieren, was die Unterschiede zwischen den beiden Modellen so sind, denn eine Vergleichsliste hab ich nirgends gefunden.
Nur Vergleiche mit dem Portrait und dem Brother ScanNcut. Ich wurde auch schon gefragt, warum ich mir keinen Brother gekauft hab. Den CM 900  hatte ich ja mal zum testen da.
Den Testbericht dazu könnt ihr HIER lesen.
Wieder hat die Software den Ausschlag gegeben. V4 ist noch besser als V3. Da ich immer noch keinen Stoff oder anderes dickes Zeug schneide, fiel die Wahl wieder auf Silhouette. Auch ohne Scanfunktion.

Jetzt aber zu den Untscheiden zwischen der alten und der neuen Cameo, dir mir in den ersten Tagen aufgefallen sind.

1. Bluetooth
Am Brother gefiel mir die WLAN-Funktion schon gut. Den konnte ich dann auf einem kleinen Tischchen am anderen Ende des Raumes stehen lassen und musste ihn nicht zu meinem Laptop auf den Esszimmertisch stellen.
Das geht jetzt auch mit die Cameo und Bluetooth finde ich da noch einfacher einzurichten.

2. Halter für 2 Werkzeuge. Ein Luxusproblem, aber das Wechseln hat schon manchmal genervt.

3. Viel wichtiger: Das Automatikmesser. Ob die Schnitteinstellung damit immer gut klappt, muss der Dauertest zeigen, aber prinzipiell schon mal eine tolle Idee.

4. Die Ablagefächer. Da hat mal jemand mitgedacht. Genauso gut, die Kabelführung hinten. Meine Steckdose ist immer links (wenn er auf dem Esstisch steht) und meine Matte ist schon ab und an am Kabel hängen geblieben.

5. Das Innenleben ist aufgeräumter. Mit mehr Platz über der Schneidematte erhoffe ich mir, dass es mir selterner passiert, dass etwas in der Maschine hängen bleibt (ich hab da grad bei Klebefolie so ein Talent....)

Vergleichsbilder wird es keine geben. Meine alte Cameo hab ich schon verkauft.
Aber die Cameo 3 bekommt mit den ersten Projekten eine eigene Seite unter "Meine Maschinen", da werde ich sammeln.

Das das eine der wenigen Beschäftigungen ohne Nähmaschine ist, bin ich mal beim Nosewmonday dabei.


Maneela aus Bricks

Manche Stoffe springen einen einfach an. So ging es mir jedenfalls mit Bricks von Swafing. Ich habe eine Preview auf Facebook gesehen und war sofort begeistert. Umso mehr hat es mich gefreut, als ich ihn zum Nähen eines Designbeispieles zur Verfügung gestellt bekommen hab.
In solchen Fällen greife ich auch gerne mal zu Farben, die ich sonst nicht trage. Und ich finde, das passt. Meine erste Maneela ist ja schon blau, da muss auch was in die Richtung rot her. Genauer gesagt, bordeaux.
Ja, ihr habt richtig gesehen, noch eine Maneela von Kibadoo.
Auch die musste ich vier cm am Arm kürzen, aber diesmal nicht enger am Arm machen. Im Gegensatz zum Scuba ist der Bricks leichter zu verarbeiten und nicht so steif. Eher wie Sweat. Ich rate ja immer zum Vorwaschen, aber bei Bricks finde ich es besonders wichtig. Ich hab zwar nicht nachgemessen, ob er eingeht, aber ich fand, dass sich die Oberflächenstruktur beim Waschen schon verändert hat. Irgendwie verstärkt.
Die Suche nach dem passenden Reissverschluss war mal wieder nicht so einfach. Das Bündchen stammt aus meinem Vorrat und war teilweise schon dran, als ich shoppen ging und daher muss ich jetzt damit leben, dass der RV etwas heller ist, als geplant. Alternativ hätte ich noch ein paar bei Ebay bestellen können, bis der richtige dabei ist, aber das wären Noname gewesen und ich muss sagen, da gehe ich kein Risiko mehr ein. Nach dem Desaster bei meiner Jeans, bei der ich nach dem ersten Tragen den billigen RV ersetzen musste, greife ich da lieber zu Markenware.
Eine schöne Location haben wir auch entdeckt, da werde ich demnächst wohl öfter mal fotografieren. Vor allem so schön abgelegen....
Ich komm mir nämlich immer noch komisch vor bei manchen Posen. Aber das Innenleben gehört ja auch dazu. Meine Jacke ist mit ganz normalem Futterstoff gefüttert. Materialzusammensetzung kann ich euch aber nicht sagen, da er aus einer großen Kiste stammt, den ich von einer Bekannten geschenkt bekommen habe. Er ist aber nicht dehnbar. Ist bei dem Schnitt kein Problem, er ist ja leger. Trotzdem hab ich im RT eine Bewegungsfalte eingearbeitet.
Die Paspeltaschen sind übrigens wirklich einfach zu nähen. Allerdings finde ich die Anleitung da etwas mau. Es sind ja nicht meine ersten, aber mit den kleinen Bildern und dem wenigen Text glaube ich, dass Anfänger da eventuell Probleme bekommen.
Zuerst mal hab ich mit der falschen Paspel begonnen. Das hatte zur Folge, dass ich neben dem aufgenähten Vlies gearbeitet hab. Nun, das ist bei Bricks nicht so schlimm, der kommt auch ohne Vlies zurecht. Aber für das Annähen der Beutel möchte ich euch noch was zeigen.
Hier ist es schon mal nicht so toll, dass in der Anleitung nicht steht, wann welcher Taschenbeutel angenäht wird. Notiert euch das beim ersten Mal. Ich nähe meine Taschenbeutel immer so: Den inneren Taschenbeutel aus Oberstoff, den äusseren aus Futterstoff. So trägt es weniger auf, aber man sieht beim Reinspitzen nur schönen Stoff.
Die Spitze trifft man am besten mit einem Reissverschlussfuss. So kommt man wirklich nah ran.
Die Beutel werden auf die Paspel gesteppt.
Hier sieht man schön, dass der innere Beutelschnitt größer ist als der äussere. Den knipse ich am Ende der Paspel ein, so tief wie meine NZG.
 Dann legt er sich hier schön hin.
Und ich kann ihn auf den anderen Beutelschnitt nähen. Hier arbeite ich übrigens immer mit meiner Nähmaschine. Versäubern ist nicht notwendig und sie ist einfach viel präziser und wendiger als eine Overlock.
So liegt auch von aussen alles flach, ohne dass man um die Paspel rumnähen muss.
Und weil es immer gewünscht wird, hier noch das obligatorische Lachbild ;)

Infos:
  • Schnittmuster Maneela von Kibadoo
  • Stoff: Bricks von Swafing, Bündchen aus dem Stash, Futter aus dem Stash
  • Maschinen: Bernina L460, Bernina B530
  • Reissverschluss: Opti von Holzschuh in Bamberg 
  • Fotograf: Markus Beck, Kamera: Sony Alpha 6000
  • Verlinkt bei Somachichdas, RUMS

Letzter Bikini und Ende der Wäsche-Ära

Meine genähte Wäsche hab ich ja ohnehin nicht im Blog gezeigt, aber trotzdem möchte ich mitteilen, dass ich damit aufhöre, mit Wäsche zu nähen. Zumindest BHs und Bikinis.
Warum? Weil es sich für mich nicht lohnt.
Ich trage am liebsten BHs mit vorgeformten Cups oder Schalen, weil ich nichts mehr hasse, als durchdrückende Nähte. Kein selbstgenähter Cup konnte bei mir da mithalten und fertige Cups kaufen und dann den Rest nähen, das kommt nich in Frage. Zudem hab ich mittlerweile einen Laden gefunden, mit super Beratung und vielen passenden Modellen, das gönn ich mir dann einfach.
Ein letztes Mal musste ich aber noch ran, denn den Stoff hab ich ja als Ersatz für den abfärbenden schwarzen Badelycra von Sewy bekommen und ich wollte einen überzogenen Cup, da würde man die Nähte vielleicht doch nicht so sehen.
Ausgangspunkt war der Bella von Sewy. Bei meiner Odysee auf der Suche nach dem perfekt sitzenden BH war ich dort gelandet. Im Bikini-Set war auch gleich das passende Abstandsgewirk dabei.

Das habe ich wie immer mit meinem kleinen Rollschneider zugeschnitten. Der Abstandshalter steht auf 0,75 cm, meine Standard-NZG für Wäsche. Dieses Teil wird leider nicht mehr produziert, Reste sind vor allem im Ausland noch zu bekommen. Auf Insta hat Prym mal auf mein Gejammer reagiert, aber seitdem hab ich leider nichts mehr gehört.
Nun, einen Teil der NZG musste ich dann gleich wieder abschneiden, denn das Abstandsgewirk für den Cup wird ja Stoss auf Stoss genäht ;)
Meine Schnittteile sind einlaminiert, damit sie nicht so schnell verschleißen.
Dann ging die Überlegung los, wie ich das Paneel am besten verwende....

Dafür hab ich immer wieder drapiert.
 Dann den inneren Cup aus Abstandsgewirk und Powernet genäht.

Und überzogen.




Zwischendurch lag er dann ziemlich lange rum. Meine Bikinverschlüsse haben alle nicht gepasst, als ich dann endlich den Unterbrustgummi dran hatte. Ausserdem war da noch die Trägerfrage. Verstellbar, oder nicht? Oder vielleicht sogar mit diesen Häkchen für die Wechselträger, damit ich sie mal normal, mal über Kreuz tragen kann?
Tja, irgendwie hat das alles immer nicht so ausgesehen, wie ich das wollte. Also erst mal die Höschen genäht.

Hierfür hab ich einfach das Schnittmuster meines Lieblingsbikinis kopiert. Das hier ist das "Probemodell" ohne Schnickschnack.

Und dann noch das richtige Teil, mit Futter und Bändeln zum Raffen.
Das Nähen an sich war kein Problem, die Bernina 530 hat sich von ihrer besten Seite gezeigt. Selbst beim Gummi auf vollem Zug wurde die Naht schön. Sewy hat auch das passende Garn mitgeliefert.
Aber ich war trotzdem immer wieder genervt und demotiviert. So viel Arbeit für so kleine Teile....
Immer wieder war ich hin und hergerissen zwischen Tonne und meinem Wunsch nach Individualität und Perfektionismus.
Ich hab ihn fertig genäht, mit nicht verstellbaren Trägern. Ich werde ihn auch tragen. Aber das war mein letzter.... Es gibt so viel, was ich noch nähen möchte, mit Wäsche und Bademode ist erst mal Schluss. Aus den Resten bekommt meine Nichte aber noch einen Badeanzug.

Tja, Tragefotos wird es wieder keine geben. Ich habe einige Diskussionen dazu verfolgt, aber das muss ja jeder für sich selbst entscheiden. Blöderweise hebt sich die Farbe noch dazu kaum von meiner Puppe ab, aber das ist jetzt leider so. Vielleicht poste ich ja mal ein Urlaubsfoto auf Instagram ;)




Infos:

  • Schnittmuster: Bella von Sewy und Kopie von eigenen Bikini
  • Stoff: Bikinipaket von Sewy
  • Maschinen: Bernina B530
  • Verlinkt bei: Somachichdas, Rums